Forschungszentrum für historische Minderheiten

Das Forschungszentrum für historische Minderheiten ist eine Non-Profit-Organisation, die sich mit Fragen der Migration aus historischer Perspektive beschäftigt. Es versteht sich als Bibliothek, Archiv und Forschungsinstitution. Darüber hinaus soll das Forschungszentrum für historische Minderheiten für WissenschaftlerInnen, Bildungseinrichtungen und Kulturinitiativen, die sich mit Fragen ethnischer Minderheiten und deren Integration in historischer und aktueller Perspektive beschäftigen, zu einem Ort des Austausches und der Vernetzung werden.

Geschichte der Tschechischen und Slowakischen Minderheit

Kernaufgabe des Forschungszentrums ist der Aufbau eines Studien- und Dokumentationszentrums zur Geschichte der tschechischen und slowakischen Minderheit vor allem in Wien. Die Geschichte dieser ethnischen Minderheiten ist ein einzigartiges Beispiel einer umfassenden Integration in bestehende soziale, politische und kulturelle Strukturen. Die seit Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende massenhafte Migration vor allem aus Mähren war eine Nahwanderung. Die MigrantInnen hatten zwar sprachliche, aber kaum kulturelle Barrieren zu überwinden. Um 1900 galt Wien als die zweitgrößte tschechische Stadt. Die Minderheit organisierte sich in vielfältigen politischen und kulturellen Vereinen, die teilweise heute noch existieren.

Ziel des Projekts ist es, historisch wertvolle Bibliotheks- und Archivbestände der tschechischen und slowakischen Minderheit zu sichern und einer breiten Öffentlichkeit zu Forschungs- und Bildungszwecken zur Verfügung zu stellen.

  
  


 


Wiener Tschechen um 1900,
Bezirksmuseum Favoriten



Ankunft von Arbeitsmigranten am
Wiener Südbahnhof 1967