ICTHE - International Comprehensive Tool for Holocaust Education

Im Projekt ICTHE - International Comprehensive Tool for Holocaust Education beschäftigen sich sieben Partnerinstitutionen, NGOs, Universitäten und Museen aus Litauen, Polen und Rumaenien, Schweden, Ungarn und Österreich mit dem Holocaust als Teil unserer gemeinsamen europäischen Geschichte. 
Zusammen erarbeiten sie ein Online-Unterrichtstool, das SchuelerInnen und jungen Studierenden Einblick geben soll in historische Kontexte, die schrittweise zum Holocaust geführt haben. Sie lernen, wohin zunächst subtile Eingriffe in Menschenrechte und die Missachtung demokratischer Werte führen können und wie wichtig es daher ist, diskriminierenden und rassistischen Haltungen entschlossen entgegenzutreten.

Das Lehr- und Lernmaterial des Online-Tools basiert auf Video-Interviews mit Frauen und Männern, die den Holocaust überlebt haben. Ihre Geschichten erzählen vom jüdischen Leben vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die SchülerInnen und jungen Studierenden folgen den Erzählungen über Kindheit und Jugend, die Zeit in Gettos und Konzentrationslagern, die Befreiung und das Leben danach. Kontextbezogenes Hintergrundmaterial wird bereitgestellt. Das ICTHE Online-Tool wird Lehrenden in den sechs Landessprachen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

ICTHE bietet auch den Projektpartnern die Möglichkeit, von einander zu lernen und Best Practice-Erfahrungen miteinander zu teilen. Gemeinsam erarbeiten sie die pädagogische Herangehensweise auf der Basis evaluierter didaktischer Ansätze und Methoden. In die nationalen Projektteams sind Lehrende eingebunden, die ihre Expertise zum Holocaust, insbesondere auch zum Roma-Genozid und ihre pädagogische Erfahrung bei der Gestaltung der Unterrichtsmaterialien in das Projekt einbringen

Die Projektergebnisse und das Online-Tool werden im Herbst 2019 im Rahmen einer internationalen Konferenz in Warschau präsentiert.
Österreichischer Partner ist das Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung an der iff Fakultät der Universität Klagenfurt. Das österreichische Projektteam wird von Dr. Angelika Brechelmacher und Mag. Regina Wonisch geleitet.

Projektlaufzeit: 2016-2019



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